Der neue Audi A6: Alle offiziellen Infos zur neuen Business-Class von Audi

Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 11:59 Uhr A6
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Es ist soweit: Audi startet die vierte Generation seiner erfolgreichen Mittelklasse-Limousine. Was der neue A6 an neuen Features und Lesitungsdaten mitbringt, zeigt der offizielle Pressetext von Audi. Pressetext:

Die Karosserie

Der Aufbau des neuen Audi A6 ist in höchstem Maße leicht, sicher und fest – Audi kombiniert verschiedene Materialien intelligent miteinander. Dank der Stahl-Aluminium-Mischbauweise wiegt die Karosserie etwa 15 Prozent weniger als eine konventionelle Stahlkonstruktion, das verschafft der Limousine mit den Vier Ringen eine Spitzenstellung im Wettbewerb. Der A6 2.0 TDI mit 130 kW (177 PS) bringt leer nur 1.575 Kilogramm auf die Waage (ohne Fahrer).

Aluminium-Komponenten haben mehr als 20 Prozent Anteil an der Karosserie. Bei den Federbeinaufnahmen im Vorderwagen handelt es sich um Gussteile, bei den Streben im Motorraum und den Querträgern hinter den Stoßfängern um Profile aus diesem leichten Material. Sämtliche Anbauteile wie die vorderen Kotflügel, die Motorhaube, die Heckklappe und die Türen, aber auch die Trennwand und der Querträger im Kofferraum bestehen aus Aluminiumblech.

Eine tragende Rolle spielen auch die Highend-Stähle im neuen Audi A6. An ihrer Spitze stehen die formgehärteten Stähle, die ihre extreme Festigkeit durch einen Temperatursprung während des Pressvorgangs erhalten. Sie finden sich in einigen Bereichen der Passagierzelle und an ihrem Übergang zum Vorderwagen. In vielen Bereichen sind tailored blanks im Einsatz – unterschiedlich starke Bleche, die in den höher belasteten Zonen dicker und fester sind.

Der neue Audi A6 ist eine ungewöhnlich leise Limousine. Dank der ausgefeilten Aeroakustik und der aufwändigen Dämmung liegt der Geräuschpegel im Innenraum auch bei schneller Autobahnfahrt sehr niedrig. Der exzellente Schwingungskomfort resultiert aus der aufwändigen Abstimmung aller Komponenten, einer konsequenten hydraulischen Dämpfung in der Achsen- und Triebwerkslagerung sowie aus der hochsteifen Karosserie.

Der aerodynamische Feinschliff, der auch den verkleideten Unterboden und die Durchströmung des Motorraums einbezieht, sorgt für einen, im Vergleich zum Vorgänger, nochmals verbesserten cW-Wert von 0,26 in der Basisversion. Die Stirnfläche des neuen Audi A6 misst 2,3 m².

Die Scheinwerfer

Die Scheinwerfer verleihen dem A6 einen unverwechselbaren Ausdruck. Sie bauen flach und werden zu den Kotflügeln hin breiter, was den optischen Schwerpunkt nach außen verlagert. Ein „wing“, eine geschwungene Blende, strukturiert ihr Inneres, die Unterkante bildet eine wellenförmige Kontur.

Serienmäßig bringt der neue A6 lichtstarke Halogenscheinwerfer mit. Auf Wunsch liefert Audi Xenon plus-Einheiten, die ein neues Allwetterlicht und ein Tagfahrlichtband aus Leuchtdioden integrieren. Ergänzend steht das adaptive light bereit, das in jeder Fahrsituation für die passende Ausleuchtung sorgt. Zu seinen Features gehört die gleitende Leuchtweitenregulierung – sie erkennt andere Fahrzeuge und Ortschaften mit einer Kamera und passt das eigene Licht durch Schwenken der Module mit weichen Übergängen an.

Das Scheinwerfer-Steuergerät arbeitet mit der optionalen MMI Navigation plus zusammen, von ihr bezieht es die Daten der Route im Voraus. Durch die navigationsbasierte Fahrzeugunterstützung kann das System beispielsweise das Autobahnlicht bereits auf der Auffahrt aktivieren und das Abbiegelicht schon vor der Kreuzung einschalten.

Auf Wunsch ist der neue A6 mit Voll-LED-Scheinwerfern zu haben – eine große technologische Innovation von Audi. Ihr weißes Licht ähnelt dem Tageslicht; nachts schont es die Augen. Die LED-Scheinwerfer sind langlebig, wartungsfrei und hocheffizient; beim Abblendlicht genügen pro Einheit 40 Watt Leistung.

Die Hochleistungs-Leuchtdioden für das Abblend- und Fernlicht generieren markante Grafiken. Das Tagfahrlicht und der Blinker, aus einer Vielzahl LEDs bestehend, erscheinen als homogenes Band am unteren Rand der Scheinwerfer. Der Fernlichtassistent schaltet selbsttätig zwischen Abblend- und Fernlicht um. Das Abbiegelicht, das Allwetter- und das Autobahnlicht ergänzen das System.

Das Design

Der neue Audi A6 ist 4,92 Meter lang und hat 2,91 Meter Radstand. Seine Breite beträgt 1,87 Meter, seine Höhe jedoch nur 1,46 Meter. Im Vergleich mit dem Vorgängermodell baut er einige Millimeter kürzer und niedriger, in der Breite und vor allem im Radstand hat er jedoch signifikant zugelegt. Die harmonischen Proportionen – die lange Motorhaube, die kurzen Überhänge und die gespannte Dachlinie – stehen für den Charakter sportlicher Eleganz.

Der große, niedrige Singleframe-Grill hat angeschrägte obere Ecken, ist hochglänzend schwarz lackiert und passgenau in den plastisch durchgeformten Bug integriert. Die horizontale Lage der Lamellen unterstreicht die Breite des neuen A6, ebenso wie die breiten und niedrigen Lufteinlässe.

Das Spiel der weichen Flächen und der präzisen, harten Linien prägt die Seiten­ansicht des neuen Audi A6. Der Blechkörper ist etwa doppelt so hoch wie das Glashaus, typisch für die Marke. Die Tornadolinie unter der Fensterkante zieht sich über die ganze Flanke; sie bildet eine ausgeprägte Schattenkante und gibt der Karosserie starke Schultern. Über den Seitenschwellern liegt die Dynamic Line, die leicht nach oben zieht. Ein Glanzpaket setzt im Bereich der Fenster Akzente.

Die elegante Linie endet in einem markanten Heck mit einer dezenten Abriss­kante. Der Diffusor-Einsatz ist schwarz matt und schließt die beiden großen, runden Endrohre der Abgasanlage ein. Die Flächen am Heck sind, wie immer bei Audi, plastisch modelliert. Die Gestaltung der zweigeteilten Rückleuchten zitiert die Trapezform der Frontscheinwerfer auch am Heck.

In Kombination mit den Xenon plus- und LED-Scheinwerfern liefert Audi die Heckleuchten in LED-Technik; ihr Lichtbild wirkt dreidimensional. Das Schluss­licht bildet ein optisch durchgängiges Band, das einen breiten, U-förmigen Bogen zieht; das Blinklicht verläuft als Streifen am oberen Rand der Einheit. Glühlampen erzeugen das Rückfahr- und das Nebelschlusslicht.

Auf Wunsch macht das S line Exterieurpaket den Look noch sportlicher. Die Stoßfänger, die Gitter der Lufteinlässe und der Diffusor-Einsatz sind markanter gezeichnet. Der Diffusor und die mittlere Frontspoilerkante sind grau lackiert, der Kotflügel und die Einstiegsleisten tragen S line-Schriftzüge. Die Schwellerleisten sind in Wagenfarbe gehalten.

Audi liefert den neuen A6 mit zwölf Lackierungen aus. Die beiden Uni-Farben heißen Ibisweiß und Brillantschwarz. Die acht Metallic-Töne tragen die Bezeichnungen Aviatorblau, Dakotagrau, Eissilber, Havannaschwarz, Mondscheinblau, Oolonggrau, Quarzgrau und – etwas später – Gletscherweiß. Die Perleffektfarben Phantomschwarz und Granatrot komplettieren die Palette.

Der Innenraum

Im Inneren begrüßt der neue Audi A6 seine Passagiere mit einem Ambiente voller Leichtigkeit und Weite; seine Linienführung setzt die sehnige Dynamik des Exterieurs fort. Der so genannte Wrap-around prägt den Cockpitbereich – die umlaufende Dekoreinlage startet an der Fahrertür und läuft als großer Bogen unter der Wurzel der Windschutzscheibe zur Tür des Beifahrers. Die elegant um den Fahrersitz geschwungene Schalttafel mit ihrer hochpräzisen Applikations­leiste rundet das Konzept der gespannten Linie ab.

Alle Details im Interieur sind mit größter Liebe und Sorgfalt ausgeführt – in einer Verarbeitungsqualität auf Manufaktur-Niveau. Die Drehregler etwa glänzen in Aluminium-Optik; sie klicken und rasten perfekt. Die Spaltmaße sind nur wenige Zehntel Millimeter breit und verlaufen exakt parallel. Die Schaltkulisse und die Start-Stop-Taste sind von hinten dezent rot durchleuchtet. Auf Wunsch betonen die Ambientebeleuchtung und ein Lichtpaket die Lounge-Atmosphäre.

Die Vordersitze im neuen A6 führen und unterstützen den Körper exzellent. Auf Wunsch montiert Audi die Komfortsitze, die sich auf 18 Wegen einstellen lassen. Optional gibt es für sie luxuriöse Klimatisierungs- und Massagefunktionen – zehn Luftkammern verwöhnen den Rücken in fünf Programmen. Alternativ stehen die Sportsitze mit ausgeprägten Wangen und ausziehbarer Oberschenkelauflage zur Wahl.

Die Sitzanlage im Fond der Business-Limousine offeriert für Füße, Knie, Ellbogen und Kopf großzügig Raum, der Zustieg ist durch stufenlos einstellbare Türen bequem. Auf allen Plätzen stehen große, praktische Staufächer zur Verfügung, optional gibt es ein spezielles Ablagepaket.

Serienmäßig sind die Sitze mit Stoff bezogen, auf Wunsch stehen zwei Leder­sorten und eine Alcantara-/Leder-Kombination bereit. Die Farben für die Bezüge sind Schwarz, Goabeige, Nougatbraun, Titangrau und Samtbeige. Für das Interieur gibt es schwarze, graue, braune und beige Töne, für den Dachhimmel Schwarz, Silber und Beige.

Bei den Dekoreinlagen steht neben den serienmäßigen Blenden in Micrometallic platin eine Aluminium-Variante zur Wahl. Dazu kommen Holzfurniere der Sorten Esche und Nussbaum. Zu einem etwas späteren Zeitpunkt wird Audi eine neue, besonders attraktive Alternative anbieten – ein Furnier aus geschichtetem Eichenholz.

Der neue Audi A6 offeriert zahlreiche Funktionen – sie lassen sich mit dem logischen Ergonomiekonzept der Marke mühelos steuern. Das weiterentwickelte Bediensystem MMI Radio ist Serie; sein Terminal ist auf dem breiten Mitteltunnel platziert, wo dank der elektromechanischen Handbremse reichlich Platz existiert. Der zentrale Bordmonitor mit seinem hochglänzend schwarzen Rahmen fährt beim Systemstart in einer eleganten Bewegung aus der Instrumententafel aus; je nach Version hat er 6,5 oder 8 Zoll Diagonale.

Zwischen den großen Rundinstrumenten ist das optionale sieben Zoll große Fahrerinformationssystem (FIS) zuhause. Es wird über das Multifunktionslenkrad gesteuert, das, wie das FIS selbst, in unterschiedlichen Ausführungen zur Wahl steht. Zu den Serien-Funktionen des Systems gehört der Bordcomputer mit Effizienzprogramm. Er bietet eine Schaltanzeige, gibt Tipps für eine Verbrauchs-schonende Gangart und zeigt den aktuellen Energiebedarf elektrischer Verbraucher an.

Eine hocheffizient arbeitende Zweizonen-Klimaautomatik ist Serie im neuen Audi A6. Zu den attraktivsten Optionen gehört das neu entwickelte Head-up-Display, das wichtige Informationen auf die Frontscheibe projiziert. Die farbigen Ziffern und Symbole scheinen in etwa 2,5 Meter Entfernung zu schweben und lassen sich ideal ablesen; der Fahrer kann festlegen, welche Anzeigen er sehen will.

Der Gepäckraum, mit feinem Teppichboden ausgekleidet, fasst 530 Liter; die Fondlehnen lassen sich optional (Serie bei den Komfortsitzen) umklappen. Auf Wunsch liefert Audi einen elektrischen Antrieb für die Gepäckraumklappe, der auch mit dem Komfortschlüssel bedient werden kann. Ferner stehen eine Durchlade samt Skitasche und eine Wendematte bereit.

Die Motoren

Audi schickt den neuen A6 mit starken, kultivierten und hocheffizienten Motoren an den Start, zwei Benziner und drei TDI. Ihre Leistung liegt zwischen 130 kW (177 PS) und 220 kW (300 PS). Sie beziehen ihren Kraftstoff per Direktein­spritzung; der 3.0 TFSI nutzt zur Aufladung einen Kompressor, die TDI arbeiten mit Turboladern.

Alle Motoren profitieren von den Technologien aus dem Modularen Effizienz­baukasten von Audi. Sie sind, vor allem bei der inneren Reibung, mit hohem Aufwand optimiert und nutzen das innovative Thermomanagement der Marke. Alle Aggregate arbeiten mit einem Rekuperationssystem und einem Start-Stop-System zusammen, unabhängig davon, welches Getriebe zum Einsatz kommt.

Mit seiner Effizienz setzt der neue Audi A6 in der Business Class Maßstäbe. Quer über die Baureihe gerechnet, ist sein Verbrauch im Vergleich mit den Vorgängermodellen um bis zu 19 Prozent gesunken – bei gestiegener Performance. Der 2.0 TDI gibt sich auf 100 km im Mittel mit 4,9 Liter Kraftstoff zufrieden, was einer CO2-Emission von 129 Gramm pro km entspricht.

Auch der frei saugende 2.8 FSI hat das AVS an Bord, hier wirkt es auf die Einlassventile. Die Drosselklappe kann zumeist voll geöffnet bleiben, der V6 atmet frei. Seine Leistung beträgt 150 kW (204 PS), das Drehmoment beträgt von 5.250 bis 6.500 Touren 280 Nm. Die Eckdaten (mit multitronic): 0 – 100 km/h in 7,7 Sekunden, Spitze 240 km/h, Verbrauch im EU-Zyklus 7,4 Liter pro 100 km (172 Gramm CO2 pro km). Die Verbesserung beläuft sich hier auf 12 Prozent, wobei der Vorgänger 10 kW (14 PS) weniger leistete.

Der stärkste Benziner in der A6-Familie ist der 3.0 TFSI; sein mechanischer Lader liegt im 90-Grad-V der Zylinderbänke. Der V6 gibt 220 kW (300 PS) Leistung und 440 Nm Drehmoment ab, Letztere von 2.900 bis 4.500 1/min. Der A6 3.0 TFSI spurtet in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo und erreicht elektronisch begrenzte 250 km/h Höchstgeschwindigkeit. Sein mittlerer Verbrauch liegt bei 8,2 Liter pro 100 km – ein CO2-Äquivalent von 190 Gramm pro km und ein Fortschritt von 13 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell, das 213 kW (290 PS) abgab.

Der effizienteste Motor im neuen A6 ist der überarbeitete 2.0 TDI – der Vierzylinder leistet 130 kW (177 PS). Seine 380 Nm Drehmoment stehen von 1.750 bis 2.500 Touren parat. Im Zusammenspiel mit der Handschaltung bringt er den Audi A6 in 8,7 Sekunden von null auf 100 km/h und weiter bis 228 km/h Spitze. Im EU-Zyklus begnügt er sich mit 4,9 Liter pro 100 km, was einer CO2-Emission von 129 Gramm pro km entspricht. Der Verbrauch ging um 13 Prozent zurück.

Der neu entwickelte 3.0 TDI ist mit zwei Versionen in der A6-Familie vertreten. Beide zeichnen sich durch geringes Gewicht, minimale innere Reibung, intensiven Feinschliff an den Nebenaggregaten und ein besonders aufwändiges Thermomanagement aus –das Kurbelgehäuse und die Zylinderköpfe haben separate Kühlwasserkreisläufe.

In der ersten Variante leistet der V6-Diesel 150 kW (204 PS). Schon zwischen 1.250 und 3.500 1/min stemmt er 400 Nm Drehmoment. Mit der multitronic beschleunigt er den A6 in 7,2 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 240 km/h Höchstgeschwindigkeit. Sein Konsum beschränkt sich im Mittel auf 5,2 Liter pro 100 km, eine CO2-Emisssion von 137 Gramm pro km. Gegenüber dem Vorgängermodell mit 140 kW (190 PS) beträgt der Fortschritt 19 Prozent.

Mit 180 kW (245 PS) wartet die Top-Version des 3.0 TDI auf; bei ihr stehen 500 Nm Drehmoment zwischen 1.400 und 3.250 Umdrehungen bereit. Der Standardsprint ist in 6,1 Sekunden erledigt, bei 250 km/h endet der Vortrieb im Begrenzer. Im Mittel gibt sich der starke Diesel mit 6,0 Liter Kraftstoff zufrieden, eine CO2-Emission von 158 Gramm pro km. Damit unterbietet er den Vorgängermotor, der 176 kW (240 PS) erzielte, um 16 Prozent.

Die Kraftübertragung

Wie schon beim Vorgängermodell steht auch beim neuen A6 eine breite Palette an Kraftübertragungen bereit. Sie umfasst, je nach Motorisierung, den Front- und den quattro-Antrieb, das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe, die stufenlose multitronic und die Siebengang S tronic – das blitzschnell schaltende Doppel­kupplungsgetriebe ist ein Neuzugang in der großen Baureihe. Auf Wunsch liefert Audi Schaltwippen.

Die Getriebe haben an der Effizienz des neuen A6 großen Anteil. Sie zeichnen sich durch geringe innere Reibung und hohen Wirkungsgrad aus; mit ihrer weiten Spreizung sind sie für hohe Geschwindigkeiten lang übersetzt. Die Automatik­getriebe haben Zugriff auf die prädiktiven Streckendaten des Navigationssystems und sind in das Thermomanagement des Motors eingebunden. Das Differenzial ist vor den Kupplungen, also direkt hinter dem Motor platziert. Die Vorderachse des A6 liegt entsprechend weiter vorn – das macht einen langen Radstand und eine harmonische Achslastverteilung möglich.

Der Vierzylinder TDI überträgt seine Kräfte auf die vorderen Räder. Er rollt serienmäßig mit dem Schaltgetriebe, alternativ mit der multitronic vom Band. Diese Getriebe stehen auch für die frontgetriebene Variante des 2.8 FSI zur Wahl. Wenig später ist das manuelle Getriebe auch für den 3.0 TDI mit 150 kW (204 PS) zu haben. Der FSI-Benzinmotor lässt sich zudem mit dem permanenten Allradantrieb quattro und der S tronic koppeln. Beim 3.0 TFSI und beim 3.0 TDI mit 180 kW (245 PS) ist der Antrieb auf alle vier Räder Serie und fest mit der S tronic kombiniert.

Alle quattro-Varianten des neuen A6 nutzen die neueste Entwicklungsstufe des permanenten Allradantriebs mit dem Kronenrad-Mittendifferenzial. Es verteilt die Kräfte besonders flexibel und dynamisch und baut zudem kompakt und leicht. Die Grundverteilung zwischen der Vorder- und der Hinterachse lautet 40 : 60 – eine sportlich-heckbetonte Charakteristik.

Der neue quattro-Antriebsstrang integriert die radselektive Momentensteuerung. Sie erkennt bei schneller Kurvenfahrt, wenn an einem der kurveninneren Räder der Grip abzureißen droht. Bevor dies geschieht, bremst sie das Rad ganz leicht, fast unmerklich ab – so macht sie das Handling noch flüssiger und die Traktion noch stärker. Als optionale Abrundung des quattro-Antriebs bietet Audi für die Topversionen das Sportdifferenzial, das die Kräfte aktiv zwischen den Hinterrädern verteilt.

Das Fahrwerk

Das Fahrwerk des neuen Audi A6 bringt sportliche Präzision mit souveränem Komfort zusammen. Die Radlenker und viele weitere Komponenten bestehen aus leichtem Aluminium. Je fünf Lenker führen die Vorderräder, im Heck arbeitet eine spurgesteuerte Trapezlenker-Hinterachse.

Die serienmäßigen Leichtmetallräder weisen, je nach Motorisierung, 16 oder 17 Zoll Durchmesser auf. Auf Wunsch liefern Audi und die quattro GmbH Räder bis 20 Zoll Diagonale. Die Formate reichen von 225/60 bis 265/35. Eine Reifendruck-Kontrollanzeige ist Serie, auf Wunsch haben einige Reifen Notlaufeigenschaften.

Die vier Scheibenbremsen – vorn innenbelüftet – sind groß dimensioniert und leistungsstark. Das Bremslicht arbeitet adaptiv; bei einer Vollbremsung warnt es den nachfolgenden Verkehr durch schnelles Pulsieren.

Die neu entwickelte Servolenkung hat einen elektromechanischen Antrieb – sie agiert hocheffizient. Das Maß ihrer Unterstützung richtet sich nach der Geschwindigkeit. Die Lenkung ist mit einem Verhältnis von 16,1 : 1 sportlich-direkt übersetzt und liefert ein fein differenziertes Feedback von der Straße. Sie kooperiert eng mit dem optionalen Assistenzsystem Audi active lane assist und erweist sich auch beim Bremsen auf einseitig griffigem Untergrund als hilfreich: Die Lenkimpulse, die sie dort gibt, erleichtern es dem Fahrer, in die richtige Richtung zu steuern.

Serienmäßig gibt Audi dem neuen A6 eine Stahlfederung mit, die hohen Abrollkomfort gewährt; alternativ steht ein Sportfahrwerk sowie ein S line Sportfahrwerk der quattro GmbH bereit. Optional ist auch die Luftfederung mit vier elektronisch geregelten Stoßdämpfern erhältlich. Die adaptive air suspension ist neu entwickelt – an der Vorderachse arbeiten Federbeine, im Heck getrennte Luftfedern und Dämpfer. Das System justiert die Höhenlage der Karosserie auf drei Niveaus. Auf der Autobahn legt es den Aufbau tiefer, was die Stabilität steigert und den Kraftstoffverbrauch verringert.

Alle A6-Varianten mit Frontantrieb haben das Stabilisierungssystem ESP mit elektronischer Quersperre an Bord. In der Wirkungsweise ähnelt die Software-Lösung der radselektiven Momentensteuerung im quattro-Strang, sie konzentriert ihre leichten Bremseingriffe jedoch allein auf das kurveninnere Vorderrad .Diese sorgen dafür, dass die Limousine bei schneller Kurvenfahrt länger neutral bleibt. Das Untersteuern ist praktisch neutralisiert, der Grip wird besser und das Handling dynamischer.

Zu den Highend-Lösungen des neuen A6 gehört auch das Fahrdynamiksystem Audi drive select. In seiner Serienversion greift es auf das Motormanagement, die Servolenkung und die Klimaautomatik zu. Der Fahrer kann die Arbeitsweise dieser Systeme in fünf Stufen steuern – „Comfort“, „Auto“, Dynamic“, „Individual“ und „Efficiency“. Für alle TFSI- und TDI-Modelle wird auf der „Efficiency“-Betriebsebene eine verbrauchsoptimierte Fahrweise durch eine angepasste Charakteristik verschiedener Fahrzeugsysteme unterstützt.

Optional können A6-Kunden das System um das Automatikgetriebe, die adaptive air suspension, die ACC mit Stop & Go-Funktion, das adaptive light und die Ambientebeleuchtung erweitern. Etwas später folgen das Sportdifferenzial und die Dynamiklenkung, die ihre Übersetzung nach dem gefahrenen Tempo variiert.

Die Ausstattung

Der neue Audi A6 rollt mit einer großzügigen Serienausstattung zu den Händlern. Zu ihr zählen das System Audi pre sense basic die Leichtmetallräder, die hocheffiziente Zweizonen-Klimaautomatik, die Mittelarmlehne vorn, die Engine-Start-Stop-Taste, die Reifendruckkontrolle, das adaptive Bremslicht, das MMI Radio samt 6,5 Zoll-Monitor und die elektromechanische Parkbremse. Das Sicherheitspaket umfasst je zwei Front-, Seiten- und Kopfairbags, vier Gurtstraffer und das integrale Kopfstützensystem von Audi.

Das Portfolio an neuen Assistenz-, Sicherheits- und Infotainment-Systemen ist besonders attraktiv. Im Musik-Bereich stehen zahlreiche Bausteine bereit, etwa ein DVD-Wechsler, ein digitaler Rundfunktuner, das Audi music interface zur Einbindung eines mobilen Players, ein TV-Modul und das Bose Surround Sound System. Die Spitze bei den Soundanlagen markiert das 1.300 Watt starke Advanced Sound System von Bang & Olufsen. Seine 15 Lautsprecher – darunter zwei akustische Linsen, die beim Start aus der Instrumententafel ausfahren – tragen feine Gehäuse aus Aluminium.

Das optionale Bluetooth-Autotelefon online verbindet die Business-Limousine mit dem Internet; als Partner fungiert dabei der Dienstleister Google. Ein UMTS-Modul holt aktuelle News, Wetter- und Reise-Infos ins Auto, zudem bringt es Bilder und Infos von Google Earth auf den Monitor und spielt sie mit der Navigationsroute zusammen. Ein WLAN-Hotspot stellt den Kontakt zu mobilen Endgeräten an Bord her. Der Fahrer kann alle Dienste mit seinem Handy-Vertrag nutzen; die Abrechnung läuft über seine SIM-Karte, die in vielen Fällen bereits mit einer Flat-Rate ausgestattet ist.

Bei den Infotainment-Systemen im neuen Audi A6 ist das MMI Radio mit seinem CD-Laufwerk Serie. Optional gibt es das MMI Radio plus, die MMI Navigation und die MMI Navigation plus mit MMI touch. Die Topversion offeriert unter anderem einen 3D-Grafik-Chip für ein elegantes Kartenbild, einen hochauf­lösenden acht Zoll-Farbmonitor, eine große Festplatte, eine komfortable Sprachbedienung und eine Bluetooth-Schnittstelle.

Die wegweisende Neuerung der MMI Navigation plus ist jedoch das Touchpad, das MMI touch. Mit ihm kann der Fahrer viele Funktionen komfortabel und intuitiv ausführen – die Ziffern von Telefonnummern und die Buchstaben des Navigationsziels mit dem Finger schreiben oder in Listen und Karten scrollen. Sein Blick kann dabei auf der Straße bleiben, weil das System jede Eingabe akustisch quittiert. Das MMI touch erkennt auch die Zeichen aus asiatischen Sprachen. Wenn der Fahrer das Touchpad nicht zur Eingabe braucht, wird es auf eine Radio-Tastatur mit sechs Stationstasten umgeschaltet.

Die MMI Navigation plus im neuen Audi A6 arbeitet in enger Vernetzung mit den optionalen Assistenz- und Sicherheitssystemen. Die Daten der Route kommen den Steuergeräten der Scheinwerfer, des Automatikgetriebes und der adaptive cruise control mit Stop & Go-Funktion zugute. Dadurch können diese Systeme komplexe Szenarien erkennen und den Fahrer vorausschauend unterstützen.

Das Sicherheitssystem Audi pre sense steht in verschiedenen Ausbaustufen bereit. In vielen Situationen kann es Unfälle und ihre Folgen mindern oder sogar ganz vermeiden, indem es den Fahrer warnt und die Limousine im Notfall mit zunehmender Stärke abbremst.

Zugleich schließt das System die Fenster und das Schiebedach, zieht die Gurte an, aktiviert die Warnblinkanlage und strafft die Dämpfer der optionalen adaptive air suspension.

Audi pre sense front arbeitet in enger Abstimmung mit der adaptive cruise control mit Stop & Go-Funktion. Die Radar-basierte Abstandsregelung beschleunigt den neuen A6 und verzögert ihn in gewissen Grenzen. Sie nutzt die Signale von zwei Radarsensoren, einer Videokamera und den Ultraschallsensoren; sie bezieht Navigationsdaten mit ein und wertet viele weitere Informationen aus. Der Einsatzbereich der ACC Stop & Go reicht vom Rollen im Stadtverkehr bis zur Höchstgeschwindigkeit; ihre Arbeitsweise lässt sich fein steuern.

Der neue Audi active lane assist unterstützt den Fahrer ab 60 km/h Geschwindig­keit dabei, den A6 ruhig auf Kurs zu halten. Eine Kamera erkennt die Linien auf der Fahrbahn; wenn die Limousine auf eine von ihnen zufährt, steuert das System sie durch einen sanften Eingriff in die Lenkung zurück.

Der ebenfalls neue Parkassistent entlastet den Fahrer beim Rückwärts-Einparken parallel oder quer zur Fahrbahn von der Lenkarbeit. Er erkennt geeignete Lücken und steuert den A6 selbsttätig in sie hinein und aus Längs­parklücken wieder heraus – falls nötig, auch in mehreren Zügen. Alternativ liefert Audi auch klassische Einparkhilfen ohne und mit Rückfahrkamera.

Der Audi side assist beobachtet ab 30 km/h Geschwindigkeit den Bereich hinter der Limousine per Radar und sichert auf diese Weise den Spurwechsel ab. Die Tempolimitanzeige erkennt wichtige Geschwindigkeitsbeschränkungen und zeigt sie im FIS-Display oder im Head-up-Display. Der Nachtsichtassistent arbeitet mit einer Wärmebildkamera. Er projiziert seine Schwarzweiß-Bilder auf das FIS-Display und markiert dabei Personen, die er vor dem Fahrzeug erkennt. Wenn er eine potenziell gefährliche Situation annimmt, markiert er die Person rot.

Auf Kundenwunsch stehen viele weitere Ausstattungen bereit. Besondere Erwähnung verdienen hier der Komfortschlüssel für den schlüssellosen Fahrzeugzugang, die elektrische Zuziehhilfe für die Türen, die Komfort- und die Sportsitze, die Dämm-/Akustikverglasung, die Sonnenrollos für den Fahrzeug­fond, die Vierzonen-Komfortklimaautomatik, das Head-up-Display, die Stand­heizung, die elektrisch einstellbare Lenksäule sowie die beiden Ambiente-Lichtpakete. Scheinwerfer in Xenon plus- und LED-Technik sorgen nachts für weite Sicht.

Liebhaber einer noch sportlicheren Optik können sich für ein S line Sportpaket entscheiden, das den Innenraum in cooles Schwarz taucht. Es ist mit Sportsitzen, einem eigenen Lederlenkrad, speziellen Dekoreinlagen, einem Sportfahrwerk der quattro GmbH und 19 Zoll-Rädern kombiniert. Als optische Ergänzung dient das S line Exterieurpaket. Das Programm Audi exclusive wird viele weitere individuelle Lösungen parat halten.

Die Auslieferung des neuen Audi A6 beginnt im Frühjahr 2011. Sein Grundpreis in Deutschland liegt bei 38.500 Euro.

 

Quelle: Audi AG